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Industrial Design

 

Das Industrial Design, auch Industriedesign genannt, beschäftigt sich mit der Gestaltung einer großen Bandbreite von Gegenständen, die in industrieller Massenproduktion hergestellt werden. Wenngleich das Hauptaufgabenfeld die Formgebung technischer Gerätschaften ausmacht - von der Türklinke bis zu Hochgeschwindigkeitszügen -, reicht die Spannweite bis hin zu industriell produziertem Kunsthandwerk. Wie in anderen Sparten des Designs zeigt sich auch der Industrial-Designer darum bemüht, funktionale und ästhetische Gesichtspunkte gleichermaßen zu berücksichtigen, wobei allerdings eine starke, manchmal sogar ausschließliche Ausrichtung auf Zweck und Funktion vorherrscht. In den letzten Jahren hat gerade im Industrial Design die computergestützte Planung (CAD) Einzug gehalten.

Der Begriff wurde erstmals 1919 von Joseph Sinel verwendet. In den 30er-Jahren kam er in England allmählich in Gebrauch, um sich nach 1945 - nicht zuletzt durch das British Council of Industrial Design (gegründet 1944) - international durchzusetzen.

Das Industrial Design findet seine Wurzeln im englischen Arts and Crafts Movement und im Deutschen Werkbund. Nachhaltigen Einfluss auf seine weitere Entwicklung übten das Bauhaus, die Hochschule für Gestaltung, Ulm, die Folkwangschule in Essen oder etwa der «Rat für Formgebung» in Darmstadt aus. Während bis in die 70er-Jahre die Prinzipien des Funktionalismus international maßgeblich waren, änderte sich von da an diese Ausrichtung zugunsten ästhetischer, ökologischer oder sozialer Anforderungen. In diesem Zusammenhang spielt der Begriff des Styling eine wichtige Rolle, da die Bedeutung optischer Gefälligkeit für die Absatzchancen der Produkte als entscheidender Faktor erkannt wurde. © Königsdorfer Medienhaus, Frechen (René Zey)

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