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Designlexikon
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Piva, Paolo

(*1950 Adria)

Der Architekt und Designer Paolo Piva studierte von 1968 bis 1973 Architektur in Venedig, wo Carlo Scarpa zu seinen Lehrern zählte. Seit 1970 beschäftigte sich Piva mit Industriedesign, vor allem aber mit Möbelentwürfen, die er gelegentlich als Mikroarchitekturen im Stil Andrea Palladios konzipierte.

Aus dem Jahre 1980 stammt Pivas Sofa «Alanda», das von B&B Italia in drei verschiedenen Größen hergestellt wurde. Es hat einen Korpus aus Stahlprofilen, der mit Polyurethanschaum überzogen ist. Die Polster sind aus Dacron oder Polyurethanschaum und mit Stoff oder Leder bezogen. Die Rücken- und Seitenteile lassen sich mit einem einfachen Handgriff herunterklappen. Ebenfalls für B&B entwarf Piva die Sofas «Domina», «Arca» und «Isola Ovale»; sie gehören zur «Artema»-Kollektion.

1984 entwarf Piva für den österreichischen Möbelhersteller Wittmann den Sessel «Aura», im gleichen Jahr gestaltete er für das Unternehmen einen großen Showroom in Wien. 1985 entwickelte Piva für B&B eine Stuhlserie unterschiedlich konzipierter Rückenlehnen (mit Polyurethanschaum ummanteltes Stahlrohr): «Arcadia», «Arcosa», «Arcella», «Arcara» und «Arcalta». Weitere Entwürfe schuf Piva für die Firmen Burelli (Kücheneinrichtungen, 1974), Fama (Anrichte «Airone», 1971; Bett «Daniel», 1972), Felice Rossi, Danzer (Regal «Arcana», 1981), Mobel (System «Because», 1974), Prearo (Leuchten «Cona» und «Prearo», 1972), Lumenform (Kollektion «Open», 1973), Wittmann (Sessel «Riva», 1977 und «Tabarett», 1979 sowie «Alta», «Aura», «Aurella», «Coupole» und «Wien Wien») und WK (Verwandlungssofa «WK alice 578»). © Königsdorfer Medienhaus, Frechen

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