| Miyake, Issey (*1939 Tokio) Der japanische Modeschöpfer Issey Miyake studierte von 1959 bis 1963 Grafik an der Tama Art University in Tokio und ging 1965 nach Paris, wo er bis 1968 mit Hubert de Givenchy und Guy Laroche zusammenarbeitete. In New York lernte er 1968/69 in der Textilfirma von Geoffrey Beene. 1970 kehrte Miyake nach Tokio zurück, eröffnete sein Miyake-Design-Studio und gründete ein Jahr darauf die Firma Issey Miyake International Incorporated, die heute die größte Modefirma in Japan ist. 1971 präsentierte Miyake seine erste Kollektion in New York, zwei Jahre später in Paris. Miyakes Mode vereint auf homogene Weise östliche und westliche Traditionen, wie es z.B. an seiner Kollektion «Separates» von 1984 deutlich wird. Ausgehend vom klassischen Kimono schuf Miyake kompromisslosmoderne Kleidung, die im Gegensatz zum westlichen Trend die Körperformen eher versteckt, anstatt sie zu betonen. Er verwendete neben hochwertigen Naturfasern wie Leinen, Seide, Baumwolle, Leder, Pelz, Bambus und Abigurami (eine Art handgemachtes ölgetränktes Papier) auch synthetisches Material. 1977 entwickelte er zusammen mit einem japanischen Drucker Stoffe mit geometrischen Mustern und abgestuften Farbverläufen. Neben Fashion entwarf Miyake auch Alltagskleidung und schuf z.B. für den Sony-Konzern Arbeitsjacken mit abnehmbaren Ärmeln. 1980 arbeitete Miyake mit dem Ballettchoreografen Maurice Béjart an «Casta Diva» mit, 1991 mit William Forsythe an «The Loss of Small Details»; 1990 beteiligte er sich an der Ausstellung «Energien» im Amsterdamer Stedelijk Museum. © Königsdorfer Medienhaus, Frechen www.isseymiyake.com | |  | |  | |  | |  | |  | |  | |