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Designlexikon
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Maurer, Ingo

(*1932 Insel Reichenau/Bodensee)

Der deutsche Designer Ingo Maurer, oft auch als «Licht-Poet» bezeichnet, ließ sich nach seiner Schulzeit in Deutschland und in der Schweiz zum Typografen ausbilden und studierte von 1954 bis 1958 Grafik in München. Von 1963 bis 1966 hielt sich Maurer in den USA auf und gründete nach seiner Rückkehr die Produktionsfirma Design M in München, die sich auf Lichtkonzepte und die Konstruktion von Leuchten spezialisierte.

Beflügelt von der Pop-Art entwarf Maurer 1966 «Bulb», eine Tischleuchte in Form einer riesigen Glühbirne und eine Hommage an Edisons geniale Erfindung, die längst selbst zum Klassiker avonciert ist. Auch mit späteren Entwürfen, wie der programmatischen «No fuss» (1969) oder der elegant-einfachen «Savoie» (1979, mit Donato Savoie), feierte Maurer die schlichte Schönheit der unverhüllten Glühbirne. «Lucellino» (1992), die Birne mit den Engelsflügeln aus Gänsefedern, ist inzwischen beinahe zu seinem Markenzeichen geworden. 1977 entwarf Maurer die Hängeleuchte «Hana 1» mit einem Schirm aus Bambus und Reispapier, die als «Fächerleuchte» in Europa und in den USA sehr erfolgreich wurde. Für die Herstellung des aufwändigen Fächers hatte Maurer den Japaner Tatsuo Shigeki engagiert, der für Design M Fächer in verschiedenen Farben und Formen für ein Dutzend weitere Leuchten entwarf.

1980 kreierte er die Leuchte «Bulb Bulb» für Design M, 1983 die Leuchte «Light Structure», eine kubistisch anmutende Konstruktion aus Leuchtstoffröhren, die mit Schnüren aneinander befestigt waren. Maurers populärster Entwurf ist neben der Leuchte «One from the heart» das oft kopierte Niedervoltsystem «Ya Ya Ho» (1984), das aus mehreren Reflektoren besteht, die an Spezialseilen im Raum hängen. Maurer hat mit diesem System Lichtinstallationen im Pariser Centre Pompidou, im Institut Français d'Architecture und in der Villa Medici in Rom geschaffen. 1994 schuf Maurer die Hängeleuchte «Hot Achille», 1996 die Wandleuchte «Bo-jek» und die Tischleuchte «Mozzkito», 1997 die Hängeleuchte «Zettel'z«, an deren Drähten Notizzettel festgeklemmt werden können.

Von Maurers Möbelentwürfen ragt die Klappliege «Tattomi» heraus, die er 1984 mit Jan Armgardt für die Firma Mobilia in Nürnberg und für De Padova kreierte. Der Buchenholzrahmen der «Tattomi» liegt unmittelbar auf dem Boden auf, hat eine Gurtbespannung und ist mit Bultexschäumen verschiedener Härtegrade gepolstert. © Königsdorfer Medienhaus, Frechen

 

www.ingo-maurer.com

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