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Designlexikon
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Eiermann, Egon

(*1904 Neuendorf, †1970 Baden-Baden)

Egon Eiermann studierte von 1923 bis 1927 bei Hans Poelzig an der Technischen Hochschule Berlin-Charlottenburg. Bereits in den 30er-Jahren baute er Industrie- und Wohngebäude, in den 50er-Jahren die Fabrikanlage für die Taschentuchweberei Blumberg (1949/51), die Pforzheimer Matthäuskirche (1953) sowie zahlreiche Verwaltungsgebäude (u.a. für die Steinkohle-Bergwerke, Essen). Zusammen mit Sep Ruf gestaltete Eiermann 1958 den deutschen Pavillon für die Brüsseler Weltausstellung.

Besonderen Ruhm erlangte Eiermann durch den Wiederaufbau der Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche in Berlin (1961-63). Von 1962 bis 1964 baute er die Deutsche Botschaft in Washington, 1965 konzipierte er ein Fertighaus in Atriumform, das beim Versandhaus Neckermann in Serie ging. Als Designer trat Eiermann durch seinen «Korbsessel E 10» (1954) aus naturlasiertem Peddigrohr hervor, der seit 1956 unter Musterschutz steht. Den Prototyp hatte Eiermann 1948 in Karlsruhe für die Ausstellung «Wie wohnen?» entwickelt. Sehr populär wurde auch sein Klappstuhl «SE 18» von 1952 (für Wilde & Spieth, Esslingen), der eine Auszeichnung des Museum of Modern Art, New York, erhielt und auf der Mailänder Triennale 1954 die Silbermedaille gewann. Der Klappstuhl wurde später vielfach variiert. Tecnolumen hatte Eiermanns «Deckenstrahler» im Programm, den er 1958 für die Weltausstellung in Brüssel entworfen hatte. © Königsdorfer Medienhaus, Frechen

 

www.egon-eiermann-gesellschaft.de

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